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Wir schreiben Freitag den 30.1.04! Endlich ist es mal wieder soweit, es ist wieder was los in Bordeaux. Die Prüfungen sind eigentlich rum, ein paar stehen noch aus, aber das Härteste ist geschafft. Freie Zeit taucht wieder auf und da unternimmt man natürlich auch wieder was. Zu Bordeaux kann man nebenbei noch erwähnen, dass die Baustellen grösstenteils verschwunden sind, die Tram fährt, wenn auch wegen technischer Probleme die Eröffnung der restlichen (für Studenten interessanten) Linien verschoben wurde. Der geplante Start Ende Februar ist angeblich um zwei Monate verschoben worden. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir zur Verabschiedung in der Uni das erste Mal mit der Tram fahren werden aber Wetten werden noch angenommen! Nun aber zu Sushi: Letzten Mittwoch ging plötzlich das Gerücht um, um sieben gäbe es ein Treffen an der (frisch renovierten) Victoire und dann gehe es zum Sushi-Essen. Geplant war ein kleiner Kreis, da das anvisierte Restaurant sehr begrenzte Räumlichkeiten bietet. Anwesend waren dann Steffie, Sara, Alexandra, Kirsty, Ariane, Caro, Jenny, Inga, Ebru, Laura, Stephan, Roman und meine Wenigkeit. Im Übrigen ist es hier Gang und Gebe, dass sich Infos bezüglich Feiern und Ähnlichem sehr schnell verbreiten. Die kleine Feier neulich bei Manu im Village war mit ca. 20 Leuten auf etwa 10 qm auch ganz gut besetzt, es macht die Sache aber durchaus interessant, sollte einer noch ein Bier aus dem Kühlschrank wollen, wird das per Stille-Post-System nur laut (wegen der lauten Musik) weitergeleitet, diejenigen, die am Kühlschrank stehen drängen sich noch ein wenig enger zusammen damit sich derjenige bücken kann der dann auch das Bier raushohlt. Letzteres wird dann nach dem selben Verfahren (in Hessen unter Licherkette bekannt) weitergegeben. Beim dem, der das Bier bestellt hat kommt es zwar selten an, aber alles in allem funktioniert es ganz gut und fördert nebenbei auch die Kommunikation. Zurück zum Sushi-Essen: Irgendjemand hat dann doch von einem ausreichend grossen Restaurant berichtet, welches dann sofort in Beschlag genommen wurde. Bei unserer Ankunft machte sich unter dem Personal mittelschwere Panik breit, das lag vielleicht an dem Mangel an Algensalat, aber dazu später. Bald waren die Tische zusammengerückt und jeder hatte einen Platz bekommen. Das Ganze sah dann etwa so aus:



  Sehr beliebt war sofort der Teller für zwei, der ein buntes Gemisch aus allem möglichen rohen Fisch, Reis, Algen und diversen Kombinationen der drei Zutaten darbot. Jetzt zum Algensalat, der ist hinten links unter dem Fisch vergraben. Während die Fischbatzen wohlproportioniert waren, war der Algensalat eher symbolisch. Daher die anfängliche Vermutung wegen der mittelschweren Panik.
 Das Restaurant wird übrigens von mir einen Tip bekommen: Wie man der Karte eindeutig entnehmen kann, ist dieser Teller für zwei gedacht. Wie man auf diesem Photo sieht, sind dort oben rechts von jeder Sorte Rollen (das Beste an diesen Tellern) genau drei Exemplare vorhanden, was sehr schnell zu Meinungsverschiedenheiten führen kann!!! Angeblich haben Ebru und Laura, die sich einen Teller teilten sehr schnell geeinigt (Nein, nein, nimm du nur das, ich mag das andere sowieso lieber..., wie nett!), bei Roman und mir waren Vorschläge von Schnick-schnack-schnuck bis zu Vor-die-Tür-gehen-und-Fratzegeballer-veranstalten dabei. Beim Essen hört?s nämlich auf! Da kann ja jeder kommen! Glücklicherweise konnten grössere Konflikte gerade noch verhindert werden und das Essen konnte weitergehen. Links Ebru, sichtlich begeistert von der fleischlosen Fischplatte, rechts Steffie und Sara in Startposition.
  Dann ging?s los, und meiner Meinung sowie eigentlich der ganzen versammelten Runde nach war das Essen gut. Roman war richtig begeistert und schlug in seiner Euphorie vor, bis zum Schliessen des Restaurants zu warten und dann die Reste des rohen Fischs zu essen. Das Echo auf diesen Vorschlag war allerdings eher verhalten. Nach dem Mahl ging es in die Absolut Lounge (oder Absolut Bar, egal), wo ein kleiner Vardauungscocktail angesagt war (die waren wirklich verdammt klein!). Auf dem folgenden Photo sieht man Sara bei dem Versuch, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen was ihr zumindest bei Stephan zu gelingen scheint. Danach einige Momentaufnahmen aus der Runde!
 



Tja, das war mal wieder ein netter Abend in Bordeaux, nicht ganz billig, aber gut. Kurzer Dank an Laura die mir die Photos hat zukommen lassen, ich hatte meine Kamera vergessen... Weitere News demnächst, jetzt wird erstmal für die letzte Prüfung gelernt!
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