Mairie de Bdx

Gestern (Samstag, 25.Oktober 03) fand eine Veranstaltung der Mairie de Bordeaux und einigen anderen Beteiligten unter der Überschrift ?Bordeaux acceuille ses étudiants? statt.

Man konnte bei der Anmeldung verschiedene Parcours wählen. Mein Parcours war eher mässig interessant, was auf eine etwas chaotische Zeitplanung zurückzuführen ist. Für das musée d?Aquitaine, den letzten und meiner Meinung nach interessantesten Punkt, hatten wir etwa zehn Minuten... Und im Galopp durch ein Konservatorium geführt zu werden ist halt auch nicht sooo umwerfend, schalldichte Räume eben und viele Instrumente, dafür waren wir dann zu spät bei der Kirche die dann schon geschlossen war... Naja, die anderen Parcours waren angeblich besser.

Das war der Tag von elf bis sechs Uhr abends. Und jetzt wird es interessant. Um sechs Uhr war nämlich ein kleiner Empfang in dem Hotel de Ville also der mairie vorgesehen.

Das Gebäude ist sehr imposant, ein riesiger Vorhof, auf dem man sich richtig gut die ganzen Limousinen vorstellen kann, die alle nacheinander vorfahren und aus denen dann wichtige Personen aussteigen. Gut, wir mussten laufen aber wir sind ja auch noch jung...

Vorbei an den Wächtern war dann ein grosser Teil des Erdgeschosses mit diversen Buffets und Tischen mit Wein und eleganten Bedienungen vollgeladen. Als dann der Grossteil der Studentenhorde drin war (Teilnehmen durften alle neuen Studenten, ob Franzose oder nicht, aus allen vier Universitäten der Stadt!, ich bin schlecht im Schätzen aber es waren sehr viele, ich glaube mich an eine Zahl um die 1500 zu erinnern) liess es sich der Oberbürgermeister der Stadt und ehemaliger Premierminister von Frankreich Alain Juppé nicht nehmen, uns persönlich zu empfangen. Seine viertelstündige Rede wurde per Lautsprecher in alle Säle übertragen.

Nachdem er dann das Buffet eröffnet hatte nahm er noch ein Bad in der Menge, ein kurzes Schwätzchen hier, ein wenig Händeschütteln da (wie das ein Politiker halt macht), mir hat er auch mal guude gesagt und zugenickt, dann war er weg. Vorher, während seiner Rede waren allerdings schon einige Gestalten aufgefallen die mit Susaphonen, Posaunen, Trompeten, Saxophonen, Klarinetten, Hörnern, etc. und vor allem ausgefallenen Mützen und Sonnenbrillen durch die Räume irrten. Die hatten auch keine Hemmungen von Buffet und Wein zu kosten. Man sollte sich dazu einen Empfangssaal vorstellen, mit alten Möbeln, Kronleuchtern in Greifhöhe, weissen, mit Gold verzierten Wänden, Spiegeln, altem Parkett, richtig gediegen, da drin dan 1500 Studenten mit Wein nach belieben und ein paar wildgewordenen Musiker. Die haben nämlich auch gleich nach der Rede losgelegt und diese mairie mit aller Kraft beschallt, und so zehn Leute mit Blasinstrumenten können verdammt viel anrichten...

Auf jeden Fall wurde bald ausgelassen gefeiert und getanzt. Die ganzen schicken Leute an den Tischen mit den weissen Tischdecken haben ständig Wein nachgeschenkt, die Aschenbecher geleert, der Garten stand uns natürlich auch für einen kleinen Spaziergang zur Verfügung:

Einige Eindrücke der Band, der Stimmung und die Schweizer Gang, das alles gegen Anfang der Party!Und jetzt kommen die Bilder die ich gegen Ende gemacht habe. Stagediving zu Blasmusik im Ballsaal des Rathauses habe ich wirklich noch nie gesehen!