20/21.9.03: San Sebastian und Pamplona:
Samstag und Sonntag haben wir (?wir? sind: Luisa, Jurastudentin aus Hamburg, Laura, Wirtsch.-ing. aus Darmstadt und ich) spontan einen Ausflug nach Spanien gemacht.
7 Uhr war Abfahrt. Erster grösserer Halt war San Sebastian. Da hatten wir noch keine grösseren Probleme. Die Stadt ist recht übersichtlich, es war nicht so viel los, Parkhaus gefunden, durch die Stadt gelaufen, wunderschön. Ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Dann ging?s weiter nach Pamplona. Hier wurde es interessant. Wahrscheinlich ist es hirnrissig, ohne spanische oder baskische Sprachkenntnisse in eine baskische Stadt zu fahren, wenn man keinen Plan hat, gar nicht so genau weiss, wo man eigentlich hin will (?centro blablabla? hat meistens geholfen, hätte auch ein Einkaufszentrum sein können, aber egal), eine Jugendherberge sucht, die es in dieser Stadt nach unserem aktuellen Wissensstand nicht gibt, nirgends Parken darf und in der vor allem lauter irre Spanier durch die Gegend fahren... Fahren ist eh so eine Sache, Du hörst von hinten nur: ?Wie heisst die Strasse hier?? ?Ich glaube calle del Torros...? gleichzeitig musst Du vor zwanzig hasserfüllten Spaniern auf einem dreispurigen Kreisel flüchten, die seit zwanzig Minuten hinter Dir herfahren. Nach zwei Runden im Kreisel heisst es von der Seite ?fahr zehn Uhr raus?, haha, zehn Uhr, sehr witzig, wo sind wir denn reingefahren??? Ich war ja mit Ausweichen beschäftigt.Also fragen wir nach dem Weg!
Nach dem Weg fragen, heisst in unserem Fall: Fragen, Richtung merken, in die die Hand als erstes zeigt, einen fünfminütigen Wortschwall über sich ergehen lassen, ab und zu gläubig nicken, wenn er fertig zu sein scheint ?muchas gracias? sagen und in die gemerkte Richtung fahren in der vergeblichen Hoffnung jemanden zu finden, der Englisch, Französisch oder Deutsch spricht; wir haben niemanden gefunden!
Die Altstadt, wenn man sie denn gefunden hat, ist sehr schön. Als Fahrer finde ich sie ein wenig verwinkelt, aber zum Durchlaufen sehr schön. Enge Gassen überall gehören zu einer mediterranen Stadt, wenn man allerdings schon bei einem Polo zweimal rangieren muss, um überhaupt um die Kurve zu kommen, hört der Spass aber auch auf, von den gereizten Spaniern hinter mir ganz zu schweigen. Ich scheine in dem Land der einzige zu sein, der sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält. Oder wie der Hesse sagt: Stau is nur hinne blöd, vorne geht?s... Man gewöhnt sich aber dran. Irgendwann war dann ein Hotel gefunden (Was der Kerl an der Rezeption uns zu erklären versucht hat war, das über uns die Nacht eine spanische Hochzeit stattfinden würde, haben wir dann irgendwann auch gemerkt!). Auf der kleinen Besichtigungstour haben wir dann realisiert, dass wohl gerade irgendein Volksfest im Gange ist (es sei denn der gemeine Spanier rennt ab fünf Uhr Nachmittags besoffen, mit Glocken behängt und wahlweise mit Bier, Trompete, Pauke oder einer albernen Maske durch die Strassen). Dann haben wir uns einen schönen Abend gemacht, so etwa bis vier oder fünf Uhr. Sonntag war dann wieder heimfahrt angesagt, allerdings mit kleinem Abstecher an den Strand. Einige Photos sind übrigens auch online!
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